MS Office hat wie kaum eine andere Software die Arbeit mit Text, Tabellen, Präsentationen und E-Mails geprägt. Wir zeichnen hier diese Erfolgsgeschichte über die Jahrzehnte nach.

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Von Michael Schütz
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Seit 1989 gibt es die Office-Suite offiziell. In diesem Jahr hat Microsoft die Programme Word, PowerPoint und Excel in ein Paket geschnürt und auf den Markt gebracht. Weniger bekannt ist es, dass Microsoft Office zuerst für den Apple Macintosh zu haben war – und erst später für Windows. Noch heute bilden die Komponenten „Word“ zur Textverarbeitung, „PowerPoint“ für Präsentationen und „Excel“ zur Tabellenkalkulation den Kern jedes Office-Pakets. Auf 80% aller PCs weltweit ist MS Office zu Hause und nimmt damit eine Monopolstellung bei – eine Erfolgsgeschichte...!

Word, PowerPoint und Excel – Die Entwicklung zu Microsoft Office

Lange vor 1989 wurden die späteren Komponenten von MS Office separat entwickelt – und waren bis dahin nur einzeln erhältlich. Bereits 1983 erschien Microsoft Word 1.0, dem bis dato ersten Textverarbeitungsprogramm mit einem What-you-see-is-what-you-get-Ansatz: Die Bearbeitung von Text in Echtzeit auf dem Bildschirm. Schon diese erste Version bot diverse Formatierungsmöglichkeiten der Texte, sowie die Navigation mit der Maus.

Bereits 1985 veröffentlichte Microsoft die Word-Version 2.0. Parallel dazu erschien die erste Version von Microsoft Excel. Beide Programme waren für Apple und Windows nur einzeln erhältlich. Die Verbreitung der Software war vor allem dem Apple Macintosh zu verdanken. In dieser frühen Entwicklungsphase waren die Office-Programme auf beiden Plattformen gleichermaßen beliebt.

1987 gesellte sich auch PowerPoint zur Produktfamilie. Diese erste Version war ausschließlich für den Mac verfügbar. Erst mit der Veröffentlichung von Windows 2.0 im gleichen Jahr konnte PowerPoint auch auf dem PC genutzt werden. Hier dann auch in Farbe.


Microsoft Office 1.0 – das Paket wird geschnürt

Im Jahr 1989 fasste Microsoft die bis dahin aktuellen Versionen der Programme Word, PowerPoint und Excel als Bundle zusammen. Ergänzt wurde das Paket durch das E-Mail-Programm „Mail“ - und war ausschließlich für den Mac erhältlich. Dieses Bundle war noch nicht als zusammenhängendes System konzipiert. Es war zu diesem Zeitpunkt lediglich eine Sammlung von Einzelversionen.

Erst ein Jahr später brachte Microsoft die Programme Word, PowerPoint, Excel und Mail mit der Bezeichnung „Microsoft Office for Windows“ auf den Markt. Diese erste Office-Version erhielt noch keine offizielle Versionsbezeichnung. Sie wurde noch auf Disketten ausgeliefert, während die Apple-Version ein Jahr vorher schon auf CD-ROM erhältlich war.

1991 folgte eine optimierte Windows-Version 1.5 von Microsoft Office. Viele Fehler der ersten Version wurden korrigiert. Das Update auf die aktuelle Office-Version war für alle Nutzer kostenfrei.

Magazinartikel "Historie MS Office": Programmverpackung MS WOrd 3.0

Microsoft Office 3.0 – Access an Bord und auf CD-ROM

Im August 1992 veröffentlichte Microsoft Office 3.0. Aufgrund des umfangreichen Updates der Version 1.5 wurde die offizielle Version 2.0 direkt übersprungen. Mit Microsoft Access war im Paket nun auch eine Datenbankanwendung dabei. Die Office Version 3.0 wurde nun auch auf CD-ROM ausgeliefert – das Diskettengrab hatte damit ein Ende.


Microsoft Office 4.0 – Viele Aktualisierungen und Mac-kompatibel

Die Komponenten der Office-Version 4.0 aus dem Jahr 1994 wurden nach der Veröffentlichung schnell aktualisiert. Ab Version 4.2 waren die Programme der Office-Suite auch mit dem Apple Macintosh kompatibel. Alle Programme waren zudem als 16- und 32-Bit-Verisonen verfügbar. Diese Office-Variante hat als letzte Version Windows 3.1 unterstützt. Es bahnte sich damit eine große Veränderung an.

Magazinartikel "Historie MS Office": Symbol Programmstart MS Office Version 4.3

Microsoft Office 95 / 7.0 – Ein großer Meilenstein

Die Office-Version 95 brachte viele richtungsweisende Veränderungen. So gab es bis zu Office 95 noch verschieden nummerierte Versionen der einzelnen Programme der Office-Suite. Das führte zu unterschiedlichen Entwicklungsständen und Patch-Versionen. Für den Anwender wurde es zunehmend schwerer, den Überblick zu behalten. Ab der Version 95 wurden nun alle Programmversionen der jeweils aktuellen Office-Version angeglichen und gemeinsam weiter entwickelt.

Office 95 war vor allem durch die verbesserte Rechtschreibkorrektur in allen Office-Programmen wegweisend. Die Edition wurde außerdem durch den Publisher 95 ergänzt und bot dadurch nun eine Möglichkeit zum Desktop-Publishing.


Microsoft Office 97 / 98 – Exchange sorgt für mehr Integration

Der für die Verwaltung von E-Mails, Terminen und Kontakten entwickelte Exchange Server 4.0 wurde bereits 1996 vorgestellt. Der Exchange-Server 5.0 wurde zum zentralen Element in der Entwicklung von Microsoft Office 97. In dieser Version gab es zum ersten Mal einen Exchange-Client für Outlook 97. Exchange trat in der Version 5.5 seinen Siegeszug an und wurde bereits 1997 mehrere Millionen Mal genutzt.

Da besonders Word in der Funktionalität immer komplexer wurde, kamen ab dieser Version verschiedene Hilfe-Assistenten zum Einsatz. Der bekannteste darunter ist sicher Karl Klammer. Optional konnte Office 95 durch die Terminverwaltung Schedule ergänzt werden. Office 97 wird zur meist verkauften Business-Software der PC-Geschichte. In weniger als einem Jahr verkauft Microsoft mehr als 20 Millionen Office-Lizenzen.

Mit Office 98 brachte Microsoft eine speziell für den Apple Macintosh entwickelte Office-Version heraus. Obwohl die Funktionen denen der Windows-Version entsprachen, wurden die Programme speziell für das Apple-Betriebssystem optimiert. Ab diesem Zeitpunkt gibt es unterschiedlich optimierte Office-Versionen für beide Plattformen. Beide Versionen sind nicht mehr vollständig kompatibel.

Magazinartikel "Historie MS Office": Karl Klammer auf einem Notizzettel

Microsoft Office 2000 / 2001 – HTML-Dateien erstellen und weitere Vernetzung

Office 2000 brachte durch neue Installationsvarianten die weitere Optimierung für Netzwerke mit sich. So war es ab dieser Office Version möglich, Sicherheits-Patches und Service-Packs direkt in die Installationsdateien zu integrieren. Die Online-Verbindung machte es möglich. Außerdem erschien im Oktober 2000 Exchange Server 2000. Die Suite vereinte E-Mail, Sprach- und Faxfunktionen. Outlook 2000 arbeitete mit dieser Server-Version optimal zusammen. Ab Office 2000 ließen sich außerdem HTML-Dateien direkt aus verschiedenen Anwendungen heraus erstellen.

Auch diese Office-Variante bekam unter der Bezeichnung Office 2001 eine eigene Version für den Macintosh. Der enthaltene E-Mail-Client Entourage wurde später durch Outlook ersetzt.


Microsoft Office XP – Elektronische Aktivierung notwendig

Anfang 2001 erscheint zusammen mit dem neuen Betriebssystem Windows XP „Microsoft Office XP“. Microsoft übernimmt damit die Bezeichnung des Windows-Betriebssystems auch für Office. Trotz der Namensanpassung bleibt diese Office Version auch unter älteren Betriebssystemen lauffähig. Parallel zum neuen Betriebssystem führt Microsoft eine verbindliche Produktaktivierung per Internet oder Telefon ein.

Bereits mit Office XP fokussiert sich Microsoft stärker ins Unternehmensumfeld. Zum Umfang der Office-Suite gehören von nun an InfoPath – ein Programm zur Entwicklung von Formularen – und das Notizenprogramm OneNote. Beide Programme sind immer noch Bestandteil von Microsoft Office.

Auch für den Macintosh erscheint eine neue Office-Version. Office X ist die erste Version, die komplett für das Apple-Betriebssystem Mac OS X optimiert ist.

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Microsoft Office 2003 / 2004 – Mobiler Zugang für Outlook

Mit Office 2003 baute Microsoft die Webintegration weiter aus. Das Ziel war es, Dokumente und Inhalte über Webportale innerhalb der Unternehmen zu teilen und so kollaboratives Arbeiten zu ermöglichen. Verstärkte Sicherheitsmechanismen im Makrobereich, sowie die volle Unterstützung von Gruppenrichtlinien erweitern das Paket. In Verbindung mit Exchange Server 2003 verfügt Office 2003 über eine Reihe neuer Filterfunktionen und unterstützt den mobilen Zugang zu Outlook.

Der Microsoft Office Picture Manager ergänzt Office 2003 durch die Möglichkeit zur Verwaltung von Fotos und Bildern. Funktional hatte diese Office-Version keine gravierenden Neuerungen zu bieten. Bis heute ist Microsoft Office 2003 jedoch eine der meist genutzten Office-Suites. Obwohl der Support bereits im April 2014 eingestellt wurde, ist sie noch immer auf vielen privaten und geschäftlich genutzten Computern installiert.


Microsoft Office 2007 / 2008 – Paradigmenwechsel

Office 2007 stellte den bislang größten Entwicklungssprung in der Geschichte von Microsoft Office dar. Die gravierenden Änderungen betrafen die Bedienung der Office-Programme ebenso wie das grundlegende Dateiformat. Microsoft führte 2007 die Multifunktionsleiste ein – auch Ribbon-Bar genannt. Damit verabschiedete sich Microsoft endgültig von der klassischen Menüstruktur. Was die Bedienung deutlich vereinfachen sollte, verärgerte jedoch auch gleichermaßen die langjährigen Office-Nutzer. Die Multifunktionsleiste wird auch heute noch eingesetzt und wurde über die Jahre immer weiter verbessert.

Magazinartikel "Historie MS Office": Ribbon-Bar von Microsoft Office 2007

Ebenso wurde mit Office 2007 das neue Dateiformat „Office OpenXML“ eingeführt. Die Dateierweiterungen der Dokumente wurden durch ein "x" ergänzt, zu Beispiel .docx bei Word-Vorlagen. Seit Office 2007 kommt also ein XML-basiertes Dateiformat zum Einsatz – Office-Dokumente werden nun in Datencontainern abgelegt. Um das alte Datenformat öffnen zu können, musste eine Erweiterung installiert werden, das sogenannte „Compatibility Pack“.

Erstmalig war es außerdem möglich, PDF-Dateien direkt zum Beispiel in Word zu öffnen. Dazu war keine Erweiterung nötig. Lediglich der Export ins PDF-Format benötigte aufgrund rechtlicher Probleme noch ein Add-in.


Microsoft Office 2010 / 2011 – Der Weg in die Cloud

Die Entwicklung von Office 2010 stand ganz im Zeichen der Anbindung an die Cloud und der webbasierten Bearbeitung von Dokumenten. Erstmalig war Microsoft Office neben der 32-Bit Variante auch als 64-Bit Version erhältlich. Außerdem veröffentlicht Microsoft die wesentlichen Programme des Office-Pakets als Apps für das Windows Phone. Mit den Office Web Apps – einer webbasierten Oberfläche der Office-Programme – forcierte Microsoft den Weg in die Cloud deutlich. Word, PowerPoint, Excel und OneNote stehen nun auch als Version im Webbrowser zur Verfügung.

Um die Anwender besser mit den sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder Linkedin zu vernetzen, wurde der „Outlook Social Connector“ eingeführt. Mit diesem Add-in für Outlook 2010 konnten die Nutzer das E-Mail-Programm mit den sozialen Netzwerken verknüpfen und über Outlook Statusmeldungen erhalten.

Neben den neuen Online-Features wurden sämtliche Office-Komponenten weiter verbessert. Besonders die Einführung neuer SmartArts und Animationen für PowerPoint-Vorlagen, ScreenCapture-Features und JumpLists sind wichtige Highlights. Office 2010 entwickelte sich schnell zu einem großen Erfolg und verkaufte sich bis heute mehr als 31 Millionen Mal.


Microsoft 2013 – Synchronisierung von Dokumenten

Mit Office 2013 konzentriert sich Microsoft weiter auf den Ausbau des Cloud-Computings und das vernetzte Arbeiten. Ab dieser Office-Version ist es Nutzern möglich, Dokumente aus allen Office-Anwendungen direkt und ohne zusätzliche Softwarekomponente in der Cloud zu speichern. Dabei kommt die Komponente „Microsoft OneDrive“ zum Einsatz.

Microsoft reagiert außerdem auf die in den letzten Jahren stark gewachsenen Anforderungen der Anwender in Richtung sozialer Interaktion und die damit verbundene Sicherheit bei der Datenübertragung. Die sichere Synchronisation über verschiedene Geräte und Plattformen hinweg steht dabei im Mittelpunkt.

Die noch stärkere Integration von Applikationen zur sozialen Kommunikation für anspruchsvolle Anwender im privaten wie im geschäftlichen Bereich, sorgen für Flexibilität. So wird es vor allem für Unternehmen einfacher, zum Beispiel externe Mitarbeiter in die eigene technische Infrastruktur zu integrieren. Flexible Berechtigungsmöglichkeiten sorgen für eine bessere Vernetzung zwischen internen und externen Mitarbeitern.

Magazinartikel "Historie MS Office": Logo Microsoft OneDrive

Die Office-Produktfamilie besteht zu diesem Zeitpunkt aus Produkten für die verschiedensten Plattformen. Neben der bereits etablierten Office Mobile-Variante gibt es nun auch eine erweiterte mobile Version für Windows RT Tablets. Außerdem ist eine spezielle Version auch für Apples iPad verfügbar. Mit „Office 365“ schafft Microsoft zudem eine Kombination aus einem Online-Dienst, einer Office-Webanwendung und einem Office-Software-Abonnement.


Mit Office 365 schafft Microsoft ein umfassendes Büropaket – Das Büro in der Cloud

Die Webanwendungen unter dem bisherigen Microsoft Office Online beinhalten die Onlineversionen von Word, PowerPoint, Excel, Outlook, OneNote und OneDrive. Office Online ist bis dato eine eigenständige Webanwendung und kann von jedem Anwender mit einem Microsoft-Account kostenlos und unabhängig vom Betriebssystem genutzt werden.

Mit Office 365 erweitert Microsoft die Office Online-Angebote durch kostenpflichtige weitere Services und Programme. Je nach Tarif kann das Office-365-Abonnement zum Beispiel durch eine professionelle E-Mail-Lösung oder zusätzlichen Webspace erweitert werden. In diesem Umfang ist das Angebot unabhängig vom Betriebssystem mit einem beliebigen Browser nutzbar.

Kein Betriebssystem mehr nötig

Je nach Abonnement-Modell kommen noch die mit mehr Funktionen versehenen Desktopversionen der Office-Komponenten hinzu. Neben den oben genannten Basis-Anwendungen können Access und Publisher ergänzt werden. Große Unternehmen können noch Lync und InfoPath hinzu wählen. Die Desktopanwendungen benötigen – im Gegensatz zu den reinen Online-Versionen – ein Betriebssystem und werden für die Dauer des Abonnements automatisch aktualisiert.

Besonders Unternehmen partizipieren vom Office 365-Abonnementmodell. Als wesentlichen Effekt bewahren die Unternehmen durch die monatlichen Gebühren ihre Liquidität – gegenüber vergleichsweise hohen Investitionen in Hardware, Speicher und Lizenzen. Außerdem können Kapazitäten durch den flexiblen Einsatz von Hard- und Software optimal genutzt und bei Bedarf angepasst werden.

Magazinartikel "Historie MS Office": Logo Microsoft Office 365 mit allen Programm-Logos

Keine Umstellung der individuellen Arbeitsweise

Da einige der Office 365-Varianten auch die normalen Office 2013 Anwendungen enthalten, findet quasi keine Umstellung der Arbeitsweise statt. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist das Lizenzmodell. Während für die Desktop-Versionen von Office Gerätelizenzen erworben werden, werden bei Office 365 Personenlizenzen erworben.

Das Abonnement-Modell von Office 365 sorgt außerdem dafür, dass für die IT-Abteilungen in den Unternehmen zeitintensive Aufgaben entfallen. So erfolgt die Serverbetreuung, Backup und Softwarewartung, sowie das Einspielen von sicherheitskritischen Updates zentral im Microsoft Rechenzentrum. Dazu garantiert Microsoft seinen Kunden eine Verfügbarkeit des Angebots von 99,9% über das Jahr gesehen.

Sicherheit und Datenschutz werden großgeschrieben

Microsoft bietet mit Office 365 ein umfassendes Sicherheitskonzept – bestehend aus Datenschutz und Hochverfügbarkeit. So garantiert Microsoft seinen Kunden „Sicherheit, Richtlinientreue und Datenschutz“. Office 365 entspricht unter anderem den durch ISO/IEC 27001 gestellten Normen und hält die EU-Standardvertragsklauseln HIPAA-BAA und FISMA ein. Kundendaten werden ausschließlich auf Servern innerhalb Europas gehostet. Derzeit sind dies Dublin und Amsterdam, ab Juni 2016 auch Frankfurt in Deutschland.


Microsoft Office 2016 - Echtzeit-Kollaboration und neuer Such-Assistent

Office 2016 ist seit September 2015 sowohl als Kaufversion als auch im Abonnement für Windows und Mac verfügbar. Mit dieser Office-Version will Microsoft das Benutzererlebnis der im Paket enthaltenen Anwendungen für unterschiedliche Geräteklassen, Betriebssysteme und Displaygrößen weiter vereinheitlichen.

Office 2016 enthält neue Funktionen, die den Einstieg in die Nutzung erleichtern sollen. So verfügen Word, PowerPoint, Outlook und Excel nun über die Funktion „Was möchten Sie tun?“. Per Dropdown-Menü werden Vorschläge präsentiert, um die aktuell benötigten Funktionen schneller zu finden – und direkt per Klick zu starten. Die neue „Intelligente Suche“ ermöglicht die Web-Recherche nach Bildern und Informationen oder direkt aus der jeweiligen Anwendung heraus.

Microsoft hat für Office 2016 das Motto „Konzipiert für Teamwork“ ausgegeben. So wurden vor allem die Funktionen zur gemeinsamen Arbeit an Dokumenten erweitert. So kann nun direkt aus einer beliebigen Anwendung heraus ein auf OneDrive, OneDrive for Business oder in SharePoint Online gespeichertes Dokument mit anderen geteilt und in Echtzeit gemeinsam bearbeitet werden.

Auch die Mac-Version von Office 2016 bekommt ein neu gestaltetes Interface mit dem Ribbons-Menüband. Weitere Optimierungen betreffen die Anbindung an Microsoft Cloud-Dienste wie OneDrive, OneDrive for Business und SharePoint. Wie auch bei den Windows-Versionen sind zudem erweiterte Teamfunktionen hinzugekommen.

Office Insider-Programm – Zukünftige Office-Versionen mitgestalten

Im November 2015 ruft Microsoft das Office Insider-Programm ins Leben. Die Teilnehmer des Programms erhalten neben den immer neusten Versionen der Office Software auch den Zugang zu einer der größten Office Communities. Hier können sie direktes Feedback, Wünsche, Kritik und Anregungen an die Produktgruppe bei Microsoft geben. Die Feedbacks werden anschließend in die neuen Insider Builds eingearbeitet und finden mitunter auch den Weg zu allen Office Nutzern.

Microsoft Office 2019 - Update des Funktionsumfangs für Abo-Muffel

Im Vergleich zu Office 2016 hat sich Office 2019 nur im Detail verändert – im Erscheinungsbild unterscheiden sich beide Office Versionen kaum. Somit findet der User alle Funktionen an der gewohnten Stelle. Die Neuerungen sind lediglich im Detail zu finden und spiegeln inhaltlich die Entwicklung von Microsofts Abo-Variante „Office 365“ zwischen 2016 und 2018 wider.

Office 2019 ist ein Zugeständnis an die User, die sich rein gar nicht mit Microsofts Abo-Modell „Office 365“ anfreunden können. Neue Funktionen entwickelt Microsoft – nach eigener Aussage – nur noch exklusiv für Office 365. Echte Innovationen bietet Office 2019 nicht.

Zu den Neuerungen von Office 2019 gehört übergreifend eine Verbesserung der Freigabefunktionen zum gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten in Echtzeit sowie eine automatische Speichern-Funktion. Zudem gibt es kleine Anpassungen sind im Menüband für alle Office 2019-Anwendungen. Zudem hat Microsoft das Zusammenspiel der einzelnen Office-Programme verbessert, was die Einbindung von Elementen aus Excel in Word oder Outlook betrifft. Abgerundet wird Office 2019 durch Optimierungen im Umgang mit Netzwerken und mehr Richtlinien zur Verwaltung.

Microsoft Word bietet in Office 2019 nun eine Diktierfunktion (Microsoft Dictate). Microsoft Dictate ist mit einem Übersetzungs- sowie Recherche-Tool ausgestattet, dass Texte auf Wusch auch per Sprachausgabe vorliest. Dazu bekommt Word ein optionales schwarzes Design – den sogenannten Dark Mode. Es wurde außerdem das Setzen von Querverweisen innerhalb eines Dokuments vereinfacht und die Rechtschreibkorrektur wurde verbessert. Diese zeigt auf Wunsch nun Grammatikregeln und Synonyme für vorgeschlagene Korrekturen an.

Microsoft Excel bietet in Office 2019 neue Diagramm-Arten, leistungsstärkere Datenanalysefunktionen und zusätzliche Formeln. Zu den neuen Diagrammtypen gehören Trichterdiagramme, Zeitachsen und 2D-Karten zur Visualisierung von geografischen Daten. Verbessert wurde auch der Datenimport, so dass jetzt Daten aus nahezu allen Quellen in Excel importiert werden können.

Microsoft PowerPoint erhält in Office 2019 einige neue Übergänge mit Morphing-Effekt und Zoom-Funktion. Beim Video-Export ist jetzt die Auflösung 4K optional nutzbar.

Microsoft Outlook bekommt in Office 2019 einen persönlichen Informationsverwalter (PIM), der bei Bedarf E-Mails laut vorliest. Außerdem wird die @Erwähnungen-Funktion (@mentions) eingeführt. Dadurch soll die E-Mail-Konversationen in größeren Gruppen erleichtert werden.

Microsoft Office 2019 ist offiziell nur noch mit dem Betriebssystem Windows 10 kompatibel und der Support durch Software-Updates wird von 10 Jahren auf 7 Jahre reduziert.


Aus Office 365 wird Microsoft 365 – Ansonsten ändert sich nix

Im April 2020 hat Microsoft offiziell die Namensänderung von Office 365 zu Microsoft 365 bekannt gegeben. Mit dem Rebranding ging auch eine Paket-Erweiterung um weitere Microsoft-Dienste einher. Ansonsten finden sich alle bisherigen Office 365-Versionen auch unter Microsoft 365 wieder – allerdings mit erhöhten Preisen.

Magazinartikel "Historie MS Office": Logos Office 365 und Microsoft  365

Microsoft Office 2021 – Nur der Druck von On-Premise-Nutzern macht’s möglich

Dass es Microsoft Microsoft Office 2021 überhaupt als Einzellizenz zu kaufen gibt, ist einzig und allein dem Druck der On-Premise-Nutzer zu verdanken. Wenn es komplett nach Microsoft gegangen wäre, dann würde es die Einzellizenzen gar nicht mehr geben. Damit bleibt Microsoft konsequent auf dem Abo-Kurs und erhöht weiter den Druck auf die Nutzer der Einzellizenz.

Zwar hat Microsoft Office 2021 einige neue Features erhalten – allerdings sind diese bereits alle von Office 365 her bekannt. Und auch darüber hinaus wird die Leistung weiter gedrosselt. Der Support von Microsoft Office 2021 wird von bisher 7 auf nun 5 Jahre reduziert. In dieser Zeit wird es lediglich Sicherheitspatches geben und keine Updates. Außerdem wird ein Upgrade auf die nächste Office-Version nicht möglich sein.

Trotzdem bringt Microsoft Office 2021 einige neue Funktionen mit sich. Eine echte Neuerung ist zum Beispiel der Dark Mode für alle Programme des Pakets, der sich in den letzten Jahren vor allem in den Social Media immer größerer Beliebtheit erfreut.

Die wichtigste Neuerung ist allerdings die Möglichkeit, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Änderungen sind damit sofort bei allen Beteiligten sichtbar – und das bei Word, PowerPoint und Excel. Die Voraussetzung für diese Funktion ist allerdings ein Microsoft-Konto und die Speicherung der betreffenden Dokumente und Office-Vorlagen auf OneDrive.

Weitere Neuerungen sind eine erweiterte Suchfunktion in jedem Programm der Office-Suite, eine bessere Filterung von E-Mails bei Outlook und die Unterstützung des ODF-Datenformats in der Version 1.3.

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Bildnachweise: Microsoft

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