Word speichert automatisch als DOCX. Wer ODT braucht, kann das Standardformat dauerhaft umstellen – mit fünf Klicks.

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Michael Schütz
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So stellst Du das Word-Ausgabeformat auf ODT um

Word speichert standardmäßig als DOCX. Werkseinstellung – fertig. Aber wer mit Behörden, Open-Source-Welten oder Empfängern ohne Microsoft-Lizenz arbeitet, braucht ein offenes Format.

ODT heißt die Antwort, und Word kann das von Haus aus. Wir zeigen Dir, wie Du einzelne Dokumente als ODT speicherst – und wie Du das Format dauerhaft als Standard festlegst:

Variante 1: Einzelnes Dokument als ODT speichern

Du hast ein Dokument, das ein Empfänger ohne Word öffnen soll? Dann reicht der einmalige Wechsel beim Speichern.

Speichern unter öffnen

Klicke links oben in Word auf den Reiter „Datei". Es öffnet sich ein farbiger Bereich mit allen Dokument-Aktionen. Wähle dort in der linken Leiste „Speichern unter" und such Dir den Ordner aus, in dem die Datei landen soll – zum Beispiel den Desktop oder „Dokumente".

Video-Tutorial Word "Gitternetzlinien": Screenshot "Linien einblenden"
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Dateityp ändern

Im Speichern-Dialog siehst Du unterhalb des Dateinamens ein zweites Feld mit der Beschriftung „Dateityp". Aktuell steht dort „Word-Dokument (*.docx)". Klicke auf dieses Feld – dann klappt eine Liste mit allen verfügbaren Formaten auf.

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ODT auswählen

Scrolle in der Liste nach unten, bis Du den Eintrag „OpenDocument-Text (*.odt)" siehst. Klicke ihn einmal an. Im Feld „Dateityp" steht jetzt diese neue Auswahl, und die Dateiendung im Dateinamen wechselt automatisch von .docx auf .odt.

 

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Video-Tutorial Word "Gitternetzlinien": Screenshot "Linien konfigurieren"
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Speichern

Klicke unten rechts auf den Button „Speichern". Word zeigt eventuell ein kleines Hinweisfenster zur Kompatibilität – das kannst Du mit „OK" oder „Trotzdem speichern" bestätigen. Was es mit dieser Warnung auf sich hat, erklären wir weiter unten im Abschnitt „Was Du beim Wechsel beachten solltest".


Variante 2: ODT als Standardformat festlegen

Du speicherst regelmäßig im ODT-Format? Dann sparst Du Dir den Umweg über „Speichern unter" und stellst Word einmalig dauerhaft um.

Word-Optionen öffnen

Klicke wieder auf den Reiter „Datei" links oben. Diesmal scrollst Du in der linken Leiste ganz nach unten und klickst auf „Optionen". Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem Du alle Einstellungen von Word findest.

Video-Tutorial Word "Gitternetzlinien": Screenshot "Linien einblenden"

Bereich „Speichern" wählen

Links im neuen Fenster siehst Du eine Liste mit Kategorien: Allgemein, Anzeige, Dokumentprüfung und so weiter. Klicke dort auf den Eintrag „Speichern". Auf der rechten Seite werden jetzt alle Einstellungen rund um das Speichern angezeigt.

Standardformat einstellen

Ganz oben siehst Du den Bereich „Dokumente speichern". Direkt darunter findest Du das Feld „Dateien in diesem Format speichern". Klicke auf das Dropdown-Feld und wähle aus der Liste „OpenDocument-Text (*.odt)" aus.

Video-Tutorial Word "Gitternetzlinien": Screenshot "Linien einblenden"

Bestätigen

Klicke unten rechts auf „OK". Das Fenster schließt sich, und die Einstellung ist gespeichert. Ab jetzt schlägt Word bei jedem neuen Dokument automatisch das ODT-Format zum Speichern vor – Du musst nichts mehr manuell umstellen.

Wenn Du zwischendurch eine Datei als DOCX brauchst, geht das nach wie vor über Datei > Speichern unter und die manuelle Auswahl des Dateityps.

Was ist ODT überhaupt?
ODT (OpenDocument Text) ist Teil des OpenDocument-Formats (ODF), einem offenen ISO-Standard (ISO/IEC 26300), den jede Software lizenzfrei nutzen kann. ODT ist das native Textformat von LibreOffice und Apache OpenOffice – wird aber auch von Word, Google Docs, OnlyOffice und vielen weiteren Programmen unterstützt. In der öffentlichen Verwaltung ist ODF in vielen Ländern als Austauschformat gesetzt. Der Grund: keine Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller. 

Was Du beim Wechsel beachten solltest

Word und ODT verstehen sich gut. Aber nicht perfekt. Wenn Du ein Dokument von DOCX nach ODT konvertierst, gibt es ein paar Stellen, an denen Word eine Warnmeldung zeigt:

  • SmartArt-Grafiken werden zu einfachen Bildern
  • Komplexe Diagramme können ihr interaktives Verhalten verlieren
  • Manche Word-Formatvorlagen werden in ODT anders interpretiert
  • Bestimmte Felder und Steuerelemente sind nicht 1:1 übertragbar

Aus unserer Sicht: Wer überwiegend Texte, Tabellen und Bilder im Dokument hat, merkt im Alltag kaum einen Unterschied. Wer mit aufwendigen Word-Features arbeitet – Inhaltssteuerelemente, verschachtelte SmartArt, komplexe Feldfunktionen – sollte vorher einen Testlauf machen. Speichere das Dokument einmal als ODT und öffne es danach wieder in Word. Was nicht überlebt, siehst Du sofort.

Wer komplexe Word-Vorlagen dauerhaft auf ODF umstellen muss – vom Briefbogen bis zum mehrseitigen Geschäftsbericht – kommt mit dem reinen Format-Wechsel nicht weit. Hier lohnt sich eine systematische Optimierung der Vorlagen für das ODF-Format. Sauberer Aufbau einmal – statt nachträgliches Flicken bei jedem Dokument.

Wenn Dir dieses Tutorial schon weiter geholfen hat, dann versuche Dir mal vorzustellen, wie effektiv Du mit professionellen Word-Vorlagen sein kannst. Rufe uns an oder schreibe uns eine E-Mail:

Häufig gestellte Fragen zum ODF-Format

Warum solltest Du überhaupt auf ODT umstellen?

Weil ODT ein offener Standard ist, der nicht an Microsoft gebunden ist. In vielen Behörden, Bildungseinrichtungen und Open-Source-Umgebungen ist ODT das Pflichtformat. Auch für die Langzeitarchivierung von Dokumenten ist ein offener Standard die sicherere Wahl.

Können Empfänger mit Word eine ODT-Datei öffnen?

Ja. Word öffnet ODT-Dateien ab Version 2007 ohne Zusatzsoftware. Wenn der Empfänger die Datei bearbeitet und erneut speichert, bleibt das Format erhalten – außer er speichert aktiv über „Speichern unter" als DOCX.

Gehen beim Speichern als ODT Inhalte verloren?

Bei einfachen Dokumenten mit Text, Bildern und Tabellen: nein. Bei komplexen Word-spezifischen Elementen wie SmartArt, bestimmten Feldern oder verschachtelten Inhaltssteuerelementen kann es zu Konvertierungsverlusten kommen. Word warnt Dich vor dem Speichern, wenn Inhalte betroffen sind.

Welche Programme öffnen ODT-Dateien?

LibreOffice, Apache OpenOffice, Google Docs, OnlyOffice, Collabora Online, Microsoft Word ab 2007 sowie zahlreiche Editoren auf Linux, macOS und mobilen Geräten. ODT ist eines der am breitesten unterstützten Textformate überhaupt.

Kannst ich die Einstellung wieder rückgängig machen?

Selbstverständlich. Gehe auf Datei → Optionen → Speichern und wähle im Dropdown Dateien in diesem Format speichern wieder Word-Dokument (*.docx) aus. Mit OK bestätigen – fertig.

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Schreiben Sie uns doch oder rufen Sie uns an unter
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